AYUDH organisiert integrative Freizeit

Vom 26. – 29. April war Hof Herrenberg vom lebhaften Lachen, Rufen und Singen sieben Kinder und Jugendlicher mit einer Behinderung erfüllt. Die Freizeit wurde gemeinsam von AYUDH und dem ambulanten Dienst, einer sozialen Einrichtung aus der Nähe von Darmstadt, organisiert. Im Gegensatz zu anderen Freizeiten wurde dabei Wert dabei darauf gelegt mit Jugendlichen ohne Behinderung zusammen zu kommen. Jugendliche von Ayudh, aber auch Erwachsene, die gerade auf Hof Herrenberg waren, nahmen aktiv teil an den bunten Tagen mit den Kindern.

Zum Programm gehörten interaktive Spiele, um sich kennen zu lernen, gemeinsames Masken basteln, Naturspaziergänge und abendliches Singen. Dabei taten sich einige Kinder besonders hervor. Das abendliche Singen inspirierten sie sogar zum Tanzen.

Ein Highlight war der letzte Tag. Morgens ging es auf eine Planwagenfahrt in der schönen Gegend von Breuberg. Danach gab es ein Picknick auf der Burg Breuberg. Einige Kinder trauten sich den Turm zu besteigen, was bei einer leichten Gehbehinderung schon ein großes Abenteuer ist! Auch die besonders lange Rutsche am Hang erforderte etwas Mut. Als Belohnung gab es dann ein Eis.

Abends entzündeten wir ein Lagerfeuer. Ein paar der Kinder teilten ihre musikalischen Gaben mit uns. Ohne Scheu nahmen sie die Gitarre und sangen dazu, was ihnen einfiel.

Ein besonders bewegender Moment kam zustande, als ein Mädchen ein Lied für eine Frau sang, die viel Zeit mit den Mädchen verbracht hatte, aber schon abreisen mußte. Ein anderes Mädchen war so gerührt von dem Lied, dass es Tränen vergoss…

In der Abschlussrunde sagten viele Kinder wie gut es ihnen gefallen habe, besonders der letzte Abend. Eine Jugendliche, die nicht in Worten reden kann, äußerte mit ihren Augen und häufigem Lachen ihren Spaß. In der Feedbackrunde am Ende hörte sie ganz genau zu.

Die Freizeit war ein großer Erfolg und bestätigte die positiven Auswirkungen von Begegnungen zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen. Nicht nur die Kinder genießen Kontakte außerhalb ihrer gewohnten Kreise, auch Menschen ohne Behinderung profitieren von ihrem authentischen und offenem Wesen.

Nina Knobloch & Dirk Schreilechner, Organisatoren der Freizeit

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