Jugendretreat 2008

Gefördert von dem “Jugend in Aktion” Programm der Europäischen Komission für Bildung und Kultur

AYUDH Europäische Jugendbegegung 2008

“Die Zukunft in unseren Händen”

Zahlreiche Jugendliche aus allen Teilen Europas kamen auch dieses Jahr zur vierten Europäischen Jugendbegegnung im M.A. Center Germany. Das von Br. Shubamrita und Bri. Dipamrita geleitete Treffen wurde bereits zum zweiten Mal von dem “Jugend in Aktion” Programm der Europäischen Komission für Bildung und Kultur mitfinanziert und zertifiziert.
Das Camp bestand aus einer Vielfalt spiritueller Diskussionen, Workshops, Musik, Meditation, Gruppenaktivitäten und Vorträgen zu dem Motto des Jugendaustausches „Die Zukunft liegt in unseren Händen“.
In Br. Shubamritas Eröffnungsrede bezeichnete er alle dort eingetroffenen Jugendlichen aus verschiedenen Ländern als einen „wunderschönen Blumenstrauss.“

Das tägliche Programm fing mit Meditation, Tai Chi und Yogaunterricht an, woraufhin spirituelle Vorträge von Br. Shubamrita oder Bri. Dipamrita folgten. Die Workshops zur Förderung des persönlichen Wachstums und der eigenen Selbstentfaltung waren gefolgt von vielen kreativen Angeboten. Diese reichten von Bhajans, Rap, Tanz und Hip Hop, Akrobatik, Künstlerisches Schaffen, Tai Chi und Ayurveda bis hin zu Persönlichkeitsentwicklung.
Eine Arbeitsgruppe zur Sozialarbeit weckte bei den Jugendlichen das Interesse, sich um ältere Menschen zu kümmern. So hat eine Gruppe Jugendlliche ein Altersheim besucht und dort für Unterhaltung und Gesellschaft gesorgt, indem sie den Heimbewohnern ein selbst komponiertes Lied vorgetragen und sie mit einer Handmassage verwöhnt haben. Das Jugend-Team ermöglichte auch das Errichten einer ökologischen Hütte aus Stroh.
Dieses Projekt fand auch Beachtung von der lokalen Presse. Ein Artikel wurde auf der Titelseite des Odenwald Journals veröffentlicht und die Audio- und visuelle Medien berichteten mehrmals über die Veranstaltung.
Gastsprecher besuchten die Veranstaltung um mit ihnen über Öko-Dörfer, fairen Handel und jugendliche Führungskraft zu reden.

Der dritte Tag des Programms beinhaltete einen sonnigen Spaziergang in der wunderschönen Umgebung des M.A. Centers. Im nahegelegenen Wald saß die Gruppe im Kreis um einen Teich, um zusammen für Frieden und Harmonie in der Welt zu beten. Als die Gebete gesungen wurden erschienen plötzlich wunderschöne Libellen, die über das Gewässer tanzten. Der Pfad führte weiter zu einer Waldlichtung, wo alle Jugendlichen an einem Gruppenspiel teilnahmen. Nach einem köslichen Picknick folgte dann eine Frage- und Antwort- Stunde mit Br. Shubamrita und Bri. Dipamrita unter den Bäumen.

Auch am Abend war viel geboten: ein Abend war der Präsentation der bisherigen AYUDH Aktivitäten in den verschiedenen Europäischen Ländern gewidmet. Die Projekte reichten von „Green Friends“ Aktivitäten, Sozialarbeit, Waffelbackaktionen bis hin zu Kirtan Workshops. Einige Länder haben Bhajan- und Meditationsgruppen gegründet und viele neue Ideen sind noch am Start. Die Präsentation half vor allem Jugendlichen aus Ländern, welche zum ersten Mal an diesem Programm teilgenommen haben, AYUDH Aktivitäten auch in ihrem eigenen Land zu starten.
An den restlichen Abenden führten verschiedene Gruppen Musik- und Theaterstücke zum Motto des Jugendaustausches auf. Am letzten Abend gab es eine einmalige Vorführung alles dessen, was die Jugendlichen in den Workshops während der gesamten Woche gelernt und geprobt hatten.

Der Bürgermeister vom Brombachtal, Herr Kredel, besuchte die Abschlusszeremonie des Jugendaustausches und wurde mit grossem Applaus und Begeisterung von den Jugendlichen empfangen. Der Bürgermeister sprach ein paar Worte über die Aktivitäten, an denen sie in den vergangenen sechs Tagen teilgenommen hatten. Er war erstaunt über die grosse Anzahl junger Menschen, die sich in diesem ruhigen Dorf zusammengefunden hatten, um über wichtige und dringende Themen wie den Klimawandel und den Weltfrieden zu diskutieren. In Anbetracht der Ernsthaftigkeit und Hingabe so vieler Jugendlicher aus verschiedenen Ländern, Religionen und sozialen Hintergründen bemerkte er, dass „der Weltfrieden immer noch eine Chance hat“. Der Bürgermeister überreichte schliesslich persönlich allen Teilnehmern den “Youth Pass”, das offizielle Zertifikat der Europäischen Union für nicht-formales Lernen.

Während einer der Persönlichkeitsentwicklungs-Workshops wurden die Jugendlichen dazu eingeladen, ihre Zukunftsziele auf kleinen Papiertauben, dem Symbol von AYUDH, aufzuschreiben. Ihre Versprechen beinhalteten unter anderem „mein Ziel zu erreichen und Ärztin zu werden um Menschen in Kriesengebieten überall auf der Welt zu helfen“ oder „Ich werde mein Bestes tun um ein Instrument des Friedens und Mitgefühls in allen Aspekten des Lebens und während meines ganzen Lebens zu sein.“ Die kleinen Tauben wurden auf der Bühnenrückwand befestigt, welche bereits mit einer grossen weissen Taube dekoriert war. So entstand ein einzigartiges Symbol für dieses Jugendtreffen: Nämlich jenes eines Muttervogels, welcher seinen Kindern das Fliegen beibringt und ihnen zeigt, wie man seine Ziele erreichen und Frieden in unsere Welt bringen kann.

Am Ende des Jugendaustausches sangen und tanzten alle zu einer scheinbar nie endenden Version von „Mata Rani“, bevor mit einem Friedensgebet abgeschlossen wurde.

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