Das Darmstädter Echo veröffentlichte zwei Artikel über das Jugendcamp von AYUDH im Juli 2011 (siehe Links unten):
30.7.2011 Große öffentliche Aufführung in der Odenwaldhalle in Michelstadt von AYUDH (Jugendbewegung des M.A. Math)
Wir möchten hiermit alle Interessierten herzlich zu der ersten großen öffentlichen Aufführung von AYUDH (Jugendbewegung des M.A. Math) einladen. Die Vorbereitungen sind momentan in “full swing” und überall wird im M.A Center und in der Sporthalle und im Bürgerhaus in Brombachtal geprobt, gesungen, getanzt.
Von daher sind wir sehr gespannt, was die Jugendlichen aus allen Ländern Europas am Samstag in der Odenwaldhalle in Michelstadt (ca. 10 km vom M.A. Center entfernt) aufführen werden.
Über zahlreiche Besucher würden wir uns sehr freuen. Der Eintritt ist kostenlos. Spenden werden für ein Jugendprojekt der Stadt Michelstadt verwendet.
Bericht vom Treffen der Satsanggruppen 24.-26.6.2011
Vom 24.-26.6.2011 fand auf Hof Herrenberg ein Treffen für die Satsang-, bzw. Bhajan- gruppen statt. Hierzu waren alle Personen eingeladen, die eine solche Gruppe leiten oder die aktiv bei einer Gruppe mitwirken.
Gabriella, die Cellistin ist und viel Erfahrung im musikalischen Bereich mitbringt (www.musicoaching.eu) trainierte mit allen Anwesenden das Aufwärmen für Körper und Stimme. Sie erklärte in einem weiteren Teil ihres Workshops das Zuhören, Rhythmus, und Klang. Des Weiteren wurde musikalisches Führen und Folgen sowie die geistige Einstellung beim Singen von Bhajans besprochen.
Hamsa brachte uns in seiner motivierenden Art und Weise in seinen Workshops die neuesten Hits der Welttour 2011 bei.
Marco Hackenberg aus Berlin berichtete von den Erfahrung der Satsanggruppe bei Besuchen und Singen im Altenheim berichtet. Dabei wurde klar, wie klein die Hürde zu einer beglückenden Seva-Aktion sein kann, besonders durch die Vermittlung von Mahima Merkle (3 Mal Freude), die diese Aktionen zunächst anleitet und unterstützt.
Anita hat mit großem Erfolg zwei Spendenwanderungen für Japan organisiert und die schöne Erfahrung gemacht, dass diese gemeinsamen Spaziergänge, neben Spenden auch viele andere Verbindungen und Wellen geschlagen haben und wieder andere neue Leute zu eigenen Aktionen z B. in ihren Schulen inspiriert hat.
Heike gab wieder hilfreiche Tips für genaue Abläufe des Satsang, Hinweise zum Aufbau des Altars und den Auftritt nach außen.
Durch Fragen und Austausch untereinander wurde klar, dass viele Leiter und Musiker gerne grundlegendere und weiterführende Kenntnisse zur indischen Musik und zu allgemeinen Information hätten.
Von daher sind für 2012 mit Hamsa, Heike, Gabriella und Alin Poort aus Belgien aufeinander aufbauende Seminare geplant.
Die Termine sind wie folgt (Änderungen vorbehalten):
17.-19.2.2012
16.-18.3.2012
8.-10.6.2012
6.-8.7.2012
Erstes Teenie-Seminar vom 1.-3. Juli 2011
Vom 1.-3. Juli 2011 fand ein erstes Seminar für alle von 12-14 Jahren statt. 11 Teenies stellten sich nacheinander vor, wobei das Vorstellen jeweils auf die Länge des Abbrennens eines Streicholzes begrenzt war. Also musste man sich beeilen, zu sagen wie man heißt, was man in der Schule gern hat und warum man zu dem Seminar gekommen war.
Danach konnten sich die einzelnen etwas näher beim Malen kennen lernen.
Der Singer-Songwriter Musiker Axel Nagel half den Teenies dabei, ein Lied “Nie mehr ohne Dich” einzustudieren, dass dann sogar aufgezeichnet wurde.
Der Morgen begann jeweils mit dem Sonnengruß und einer Meditation.
Großen Anklang fand der Workshop: Erstellen einer Collage unter dem Thema “Einmal HerrscherIn sein”.
Außerdem gab es noch den Wrokshop “Fetzig Filzen” sowie das Malen der Lieblingsfarbe, nachdem man selbst die Leinwand auf den Rahmen gespannt hatte.
Alle Teenies machten mit großer Freude mit und die Gruppe schien sich auf anhieb hervorragend zu verstehen.
Den Abschluss bildete Clownin Dodo aus der Schweiz, die diesmal als Modell für Heidi Klums “Next Topmodell” unterwegs war und die Lacher der Teenies auf ihrer Seite hatte.
Ein gelungener Start für weitere Seminare einer Altersgruppe, die besondere Beachtung verdient.
Bericht über den Vortrag “Meditation und Alltag” am 2.7.2011 mit dem Zen-Mönch Fumon Roshi
Am Samstag dem 2. Juli 2011 fand ab 20.00 Uhr ein hochinteressanter Vortrag „Meditation und Alltag“, mit dem Zen-Mönch Fumon Roshi statt. Der Eintritt war frei, Spenden werden den Opfern der Katastrophe in Japan zur Verfügung gestellt. Fumon Roshi ist Autor des bei Theseus erschienenen Buches „Zen, weil wir Menschen sind“ und Leiter des Zen-Zentrums in Eisenbuch. Fumon Roshi begann den Abend mit einigen Stücken auf der Bambusflöte, danach sprach er über seine spirituellen Wurzeln, die in Indien seien. In Indien habe er auch die Erfahrung gemacht, wie sehr er mit dem Japanischen verbunden sei und wie wichtig ihm die japanische Kultur wäre. Er erklärte, dass Meditieren bedeutet, zuhause sein. Es gibt nichts, was zu suchen wäre. Buddha zu erkennen würde bedeuten, sich selbst zu erkennen. Buddha hatte auch die Aussage gemacht, dass er nichts neu erfunden habe, sondern nur einen alten Pfad wiederentdeckt. Wir haben primär Wissen erworben und keine spirituelle Entwicklung gemacht. Wir nutzen ein Werkzeug, das modern und scharf ist und haben nicht gelernt, damit umzugehen. Wir müssen zuhause sein, friedvoll sein, lernen im Hier und Jetzt zu sein. Friede mit sich selbst zu schließen und in sich selbst ruhen. Die eigenen Wurzeln kräftigen und die spirituellen Wurzeln neu verstehen. Die spirituelle Praxis gibt uns die Kraft, dass wir nicht in Verzweiflung abstürzen. Nach einer kurzen Meditation und dem Beantworten von Fragen schloss Fumon Roshi erneut mit einigen meditativen Stücken auf der Flöte. Glück bedeutet, spirituell wach und friedvoll zu werden. Dieser Abend war ein weiterer Schritt in diese Richtung. Siehe auch die Ankündigung zum Vortrag: http://www.hof-herrenberg.de/vortrag-von-fumon-roshi-am-2-7-2011/
Ankündigung: „Reaching New Heights“ AYUDH Interperformance mit Musik, Tanz, Theater am 30. Juli in der Odenwaldhalle, Michelstadt
REACHING NEW HEIGHTS – Musik – Tanz – Theater Aufführung von AYUDH International
30. Juli 2011, 20 Uhr
Odenwaldhalle Michelstadt (10 km entfernt vom M.A. Center Germany)
Jugendliche aus der ganzen Welt kommen vom 24. Bis 31. Juli 2011 im M.A. Center Germany im Brombachtal zusammen um durch multikulturellen Austausch gemeinsam Ideen für eine bessere Welt zu entwickeln. (hier link zur Ankuendigung ueber die Jugendinitiative einfuegen) In Theater-, Musik- und Tanzworkshops erarbeiten die Jugendlichen Inhalte und Darstellungsformen für die Benefizveranstaltung „Reaching New Heights“ in der Odenwaldhalle. Das Nachwuchsorchester der Blaskapelle Langen-Brombach macht dazu den Auftakt.
Der Eintritt ist frei, Spenden werden für die Renovierung der Odenwaldhütte in Michelstadt verwendet.
Es bestehen Unterkunftsmöglichkeiten in Großschlafräumen im M.A. Center Germany von Samstag 30. – Sonntag 31. Juli 2011. Es kann auch ein eigenes Zelt mitgebracht werden.
Die Jugendinitiative ‚Reaching New Heights‘ wird veranstaltet vom M.A. Center Germany e.V. und der internationalen Jugendorganisation AYUDH. Sie wird gefördert vom „Jugend in Aktion“ Programm der EU, der Hessischen Landesregierung und der Stadt Michelstadt. Sie ist Teil des „Internationalen Jahres der Jugend“ der Vereinten Nationen und des „Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011“. Schirmherrin ist die Künstlerin Gabriele von Lutzau.
Eine gute Tat am Tag: Bericht über das 2. GrowIn‘-Training 2011 im M.A.Center Germany
Am Wochenende vom 13.-15. Mai fand das 2. GrowIn’ – Training im M.A. Center Germany statt.
Wir haben nun schon im 2. Jahr das AYUDH – Beet auf dem Hof Herrenberg mit Gemüse bepflanzt.
In diesem Jahr werden dort Salat, Sellerie, Kräuter, Rote Bete, Mangold und Blumen gedeihen.
Außerdem haben wir in diesem Jahr eine Idee von letztem Jahr umgesetzt und ein indianisches Milpa Beet, bestehend aus Mais, Bohnen und Zucchini angepflanzt.
Das Projekt „ GrowIn‘ – One seed at a time “ ist eine grüne Initiative der Jugendbewegung AYUDH, die Jugendliche dazu ermutigen möchte, selbst Gemüse anzubauen, wo auch immer sie Platz dafür haben. Ziel ist, dass immer mehr Jugendliche gesunde Nahrung selbst anbauen.
Das Projekt wurde kürzlich von dem Wettbewerb „ Ideen, Initiative , Zukunft“ der UNESCO und des dm-Markts für seine Bemühungen um ökologische, sozial-kulturelle und wirtschaftliche Nachhaltigkeit ausgezeichnet.
Am ersten Tag des “Green Weekends” begannen wir zu dritt, das Beet für die Pflanzaktion am Nachmittag vorzubereiten. Nachdem wir ca. eine Stunde gearbeitet hatten, sah ich mich um und sah 4 Pfadfinder am Hof entlang wandern.“ Vielleicht haben die ja Lust uns zu helfen?“ sagte ich zu den anderen. Erst waren wir etwas unsicher, aber dann erinnerten wir uns daran, dass Pfadfinder den Vorsatz haben, jeden Tag eine gute Tat zu tun. So versuchten wir unser Glück, rannten zu ihnen und fragten: „Habt Ihr heute schon eine gute Tat vollbracht?“
Wir erzählten Ihnen von unserem Gartenprojekt und dass wir gut Ihre Hilfe gebrauchen könnten. Sie machten dann voller Motivation den ganzen Tag mit. Sie halfen uns, das Beet in Form zu bringen und für das Pflanzen vorzubereiten.
Am Nachmittag kamen dann weitere Teilnehmer von dem Youth IAM Meditationskurs als Unterstützung dazu.
Wir waren nun eine Gruppe von 13 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die bereit war mit der Pflanzaktion loszulegen. Mithilfe eines Pflanzplanes erklärte ich das Vorgehen und wir bildeten kleine Teams, die sich dann jeweils um einen kleinen Teil des insgesamt ca. 25 qm großen Beetes kümmerten. Alle waren sehr motiviert dabei; es wurde gepflanzt und gesät und gegossen. Anschließend verteilten wir uns um das Beet herum und sangen einige Male zusammen das Sanskrit-Mantra „ Lokah samastah sokinuh bavantu“. Das bedeutet „ Mögen alle Wesen der Schöpfung glücklich sein und Frieden finden.“
Es war eine schöne Erfahrung für uns, die Pfadfinder kennenzulernen und uns mit Ihnen auszutauschen und viele ähnliche Werte zu entdecken. Am Abend sorgten sie in professioneller Art und Weise für ein gemütliches Lagerfeuer, an dem wir den ereignisreichen Tag in einer geselligen Atmosphäre ausklingen ließen.
Am Sonntag hatte jeder die Möglichkeit Gemüse, Kräuter und Blumen in kleine Töpfe zu säen, um sie dann mit nach Hause zu nehmen. Nun können die Pflanzen auf unseren Fensterbänken, Balkonen und in unseren Gärten wachsen.
Außerdem hatte jeder die Möglichkeit, sich Saatgut in kleine Tütchen abzufüllen und für die eigene Verwendung mit nach Hause zu nehmen.
Uns hat das GrowIn‘- Wochenende sehr gefallen. Wir freuen uns sehr darüber, dass sich alles so gut gefügt hat und darüber, dass alle mit so viel Freude und Motivation dabei waren.
Wir hoffen, dass die Früchte unserer Arbeit gut gedeihen mögen, sowohl auf unserem AYUDH – Beet wie auch bei uns allen Zuhause.
Und wir freuen uns sehr, wenn die GrowIn‘-Idee Samen streut und dabei neue kleine Balkon- und Gartenprojekte entstehen.
Johanna Oswald
AYUDH organisiert integrative Freizeit
Vom 26. – 29. April war Hof Herrenberg vom lebhaften Lachen, Rufen und Singen sieben Kinder und Jugendlicher mit einer Behinderung erfüllt. Die Freizeit wurde gemeinsam von AYUDH und dem ambulanten Dienst, einer sozialen Einrichtung aus der Nähe von Darmstadt, organisiert. Im Gegensatz zu anderen Freizeiten wurde dabei Wert dabei darauf gelegt mit Jugendlichen ohne Behinderung zusammen zu kommen. Jugendliche von Ayudh, aber auch Erwachsene, die gerade auf Hof Herrenberg waren, nahmen aktiv teil an den bunten Tagen mit den Kindern.
Zum Programm gehörten interaktive Spiele, um sich kennen zu lernen, gemeinsames Masken basteln, Naturspaziergänge und abendliches Singen. Dabei taten sich einige Kinder besonders hervor. Das abendliche Singen inspirierten sie sogar zum Tanzen.
Ein Highlight war der letzte Tag. Morgens ging es auf eine Planwagenfahrt in der schönen Gegend von Breuberg. Danach gab es ein Picknick auf der Burg Breuberg. Einige Kinder trauten sich den Turm zu besteigen, was bei einer leichten Gehbehinderung schon ein großes Abenteuer ist! Auch die besonders lange Rutsche am Hang erforderte etwas Mut. Als Belohnung gab es dann ein Eis.
Abends entzündeten wir ein Lagerfeuer. Ein paar der Kinder teilten ihre musikalischen Gaben mit uns. Ohne Scheu nahmen sie die Gitarre und sangen dazu, was ihnen einfiel.
Ein besonders bewegender Moment kam zustande, als ein Mädchen ein Lied für eine Frau sang, die viel Zeit mit den Mädchen verbracht hatte, aber schon abreisen mußte. Ein anderes Mädchen war so gerührt von dem Lied, dass es Tränen vergoss…
In der Abschlussrunde sagten viele Kinder wie gut es ihnen gefallen habe, besonders der letzte Abend. Eine Jugendliche, die nicht in Worten reden kann, äußerte mit ihren Augen und häufigem Lachen ihren Spaß. In der Feedbackrunde am Ende hörte sie ganz genau zu.
Die Freizeit war ein großer Erfolg und bestätigte die positiven Auswirkungen von Begegnungen zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen. Nicht nur die Kinder genießen Kontakte außerhalb ihrer gewohnten Kreise, auch Menschen ohne Behinderung profitieren von ihrem authentischen und offenem Wesen.
Nina Knobloch & Dirk Schreilechner, Organisatoren der Freizeit
Freiwillige von Embracing the World® verteilen Lebensmittel und Wasser in Sendai und berichten über die Bedingungen vor Ort
14. April 2011
Embracing the World hat die erste Gruppe von lokalen Freiwilligen von unserem japanischen Zentrum nach Sendai geschickt – das ist die Großstadt, die dem Epizentrum des Erdbebens am Nächsten liegt und die sowohl durch das Beben (das Schlimmste, das es jemals in Japan gegeben hat) als auch durch den nachfolgenden Tsunami schwer getroffen worden ist. In Amma’s Auftrag gingen die ETW Vertreter nach Sendai, um die Situation vor Ort zu studieren und auch, um Nahrungsmittel und Wasser für die Flüchtlinge zu verteilen.
Hier ist ihr Bericht:
Wir brachen am 13. März nach Sendai, Präfektur Miyagi auf, 3 Tage nach der Katastrophe. Da alle Autobahnen in Richtung Norden vollständig gesperrt sind und nur für militärische und amtlich zugelassene Zwecke genutzt werden können, mussten wir die gewöhnliche Straße (etwa 400 Kilometer weit) nehmen. Auf dem Weg dorthin mussten wir durch ein Gebiet, das nur 40 Kilometer von den Fukushima Kernkraftwerken entfernt ist, die begonnen haben, gefährliche radioaktive Strahlung abzugeben und auszustrahlen.
Am Tag unserer Reise lag die offizielle Zahl der Todesopfer hier in Japan bei 4.400 Personen, darunter Menschen, die offiziell als ‘vermisst’ galten. Allerdings ist es weithin bekannt, dass der Verbleib von zehntausenden noch ungeklärt ist. Nachbeben sind immer noch sehr häufig, wir hatten 47 Nachbeben allein am Morgen des Tages als wir aufbrachen. Die Nachbeben verstärken noch zusätzlich die Spannung und die Angst der Flüchtlinge.
In Sendai scheint der Mangel an Nahrungsmitteln und Getränken das bekannteste Problem zu sein – einfach deswegen, weil die Supermärkte alle ausverkauft sind.
Wir hatten eine gewisse Menge an Reisbällchen, Keksen, Popcorn und Wasserflaschen aus dem entfernten Tokio mitgebracht. Wir verteilten alles, was wir mitgebracht hatten in dem schönen Park im Innenstadt-Viertel von Sendai. In diesem warmen und ruhigen Park haben sich viele Flüchtlinge versammelt und verbringen nun schon ihren dritten Tag hier.
Zwei High-School-Jungen, die aus der benachbarten Präfektur Iwate kamen, sagten uns, dass sie am Tag als das Erdbeben geschah eine Hochschule in Sendai für einen Open-Campus Tag besucht hatten. Der eine Junge sagte, dass seine Familie in Iwate gefunden wurde und dass sie alle in Ordnung seien. Der andere Junge sagte, sein Haus in Iwate sei durch den Tsunami “weggespült” worden. Ich habe es nicht übers Herz gebracht, ihn zu fragen, wie es seinen Eltern ging, denn ich hatte das Gefühl dass er durch eine Andeutung seiner Augen schon darauf hinwies. Es gibt seit dem Erdbeben keine öffentlichen Verkehrsmittel in Iwate, genauso wie in jedem anderen Ort, und die Jungen sitzen hier fest – sie waschen sich am Wasserhahn im Park.
Es waren ziemlich viele ältere Menschen dort, die ganz alleine herumsaßen.
Ein junges Paar kauerte sich auf einer Bank sehr eng zusammen. Sie wollten zunächst die Lebensmittel-Pakete nicht annehmen, die wir ihnen geben wollten und sagten: “Wir sind weniger unglücklich als andere, zumindest hatten wir schon etwas zu essen. Also geben sie es bitte anderen Menschen, die mehr in Not sind. ”
Als wir ihnen sagten: “macht euch bitte keine Sorgen, darum … wir sind extra den Weg von Tokio hierhergekommen, um dies zu verteilen, nehmen Sie es bitte!” erstrahlten ihre Gesichter mit einem Lächeln, und sie nahmen die Pakete und dankten uns.
Die Leute, die keinen Ort haben, wo sie hingehen können, sind leicht zu erkennen- es sind diejenigen, die ein oder zwei Säcke mit sich tragen, vollgestopft mit vielen Dingen. Die plötzliche Veränderung, die über ihr Leben gekommen ist, ist in jeder Hinsicht erkennbar an ihrem Aussehen und an ihren Habseligkeiten.
Am Gesichtsausdruck derjenigen, die unsere Pakete annahmen, konnten wir sehen, dass sie wirklich dankbar für jede Geste der Unterstützung sind. Das Maß der Dankbarkeit, welche sie ausdrückten, macht es umso klarer, dass Lebensmittel für die Flüchtlinge wirklich dringend notwendig sind.
Wir alle drei waren so damit beschäftigt, die Lebensmittel zu verteilen, dass wir nicht dazu kamen, Fotos von der Verteilung der Nahrungsmittel zu machen. Allerdings wurden diese traurigen Gesichter, die anschließend lächelten, tief in unseren Herzen aufgezeichnet.
Auf dem Rückweg trafen wir auf eine ältere Frau von 78 Jahren, die in Sendai ein Haus und eine Werkstatt besitzt, etwa vier Kilometer von der Küste entfernt. Das Haus war halb eingestürzt durch den Tsunami. Sie war auch ein Opfer des Erdbebens im Jahre 1978 (Größenordnung 7,4 Miyagi), wo das gleiche Haus schwer beschädigt worden war. Diesmal reichte ihr das Wasser bis über die Knie, aber sie stürzte hinaus und schaffte es, in Sicherheit zu fahren.
Jetzt war sie wieder zurückgekommen um nachzuschauen, was von ihrem Haus noch übrig war.
In der Nähe, auf der anderen Seite der angehobenen Fahrbahn, ist das, was als “nicht-durchsuchter Bereich” bezeichnet wird. Nachbarn erzählten uns, dass das Gebiet immer noch tief bedeckt ist von Tsunami-Schlamm und dass die Suche nach Häusern und verschütteten Menschen dort noch nicht begonnen hat. Während wir dort waren, kam der Offizier der nationalen Streitkräfte zum ersten Mal dorthin, begann eine Inspektion und versuchte, die Hindernisse wegzuräumen, die zum “nicht-durchsuchten” Bereich führten.
Der Frühling kommt in der Regel spät in dieser nordöstlichen Region und wir konnten auf den nahen Bergen noch eine leichte Schneedecke sehen.
Auf dem Rückweg nach Tokio nahmen wir einen Umweg und fuhren eine Strecke von 680 Kilometern, um zu vermeiden, wieder in der Nähe des Kernkraftwerks Fukushima vorbeifahren zu müssen, dessen Situation noch viel unsicherer geworden war während unseres Aufenthaltes in Sendai.
Wir konnten auch einige von Amma’s Devotees besuchen und wir freuen uns, zu bestätigen, dass bei ihnen alles in Ordnung ist trotz dieser harten Umstände.
Zu Amma’s Füßen,
Amritesh
Hilfe des MAM für Japan – Spenden
Amma und der MAM planen umfassende Hilfsmaßnahmen für die Opfer in Japan. Spenden können Sie auf die folgende Konton unter dem Stichwort “Hilfe für Japan”
VR-Bank Neuwied-Linz EG
BLZ 574 601 17
Konto-Nr. 520 50 80
IBAN: DE56 5746 0117 0005 205080
BIC: GENODED1 NWD

