Permakultur-Design-Kurs mit Warren Brush, einem der Top 10 in Permakultur vom 29.4.2012 bis 13.5.2012 Hof Herrenberg

Neuer Permakultur-Design-Kurs mit Warren Brush im Mai 2014. Weitere Infos dazu hier.

“Alle Problem der Welt können im Garten gelöst werden.”

Bill Mollison

Im Mai 2012 war einer der bekanntesten Lehrer in Permakultur und ein unmittelbarer Schüler von Bill Mollison, Warren Brush das erste Mal in Europa. Er unterrichtete 40 Teilnehmer über einen Zeitraum von zwei Wochen in Permakultur-Design.

Warren Brush ist ein genialer Geschichtenerzähler und sein Unterricht  so lebendig, dass es einem auch nach Tagen nicht langweilig wurde. Im Gegenteil: er vermittelte das gesamte Hintergrundwissen der Permakultur in einer Art und Weise, dass man es sofort in die Praxis umsetzen wollte.

Permakultur ist eine bewusste Wissenschaft der Gestaltung. Wir sollten dabei an unsere Kinder denken und uns überlegen, was wir Ihnen hinterlassen möchten.

Meist verbindet man mit Permakultur Hügelbeete, Mischkulturen und dass man nicht gießen sollte.

Weit gefehlt. Permakultur ist sehr viel mehr. Der Begriff bedeutet permanent agriculture – dauerhafte Landwirtschaft. Es geht um das bewusste Gestalten und Erhalten Landwirtschaftlich produktiver Ökosysteme, die die Vielfalt, die Dauerhaftigkeit und die Selbstregulierungsfähigkeiten natürlicher Ökosysteme aufweisen.

Begründet wurde die Permakultur von Bill Mollison aus Australien, der für seine Bemühungen um ihre Verbreitung 1981 den Right Livelihood Award erhalten hatte, der häufig auch als alternativer Nobelpreis bezeichnet wird.

Bill Mollison ist  heute Direktor des Permakultur Instituts, um weltweit Menschen  in der Praxis das Gestalten von zukunftsfähigen Boden-, Wasser-, Pflanzen-, Rechts- und Wirtschaftssystemen zu unterrichten.

Genau dies war auch das Anliegen von Warren Brush.

All die Orte, die wir als Menschen zerstört haben, müssten wieder vom Menschen geheilt werden. Wie viel Land haben wir der Natur entrissen? Wie ineffizient wird das Land häufig genutzt. Wir benötigen weit weniger Land, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen, als wir meinen.

Wir müssten uns als Menschen bewusst darüber werden, dass wir immer mit der Natur verbunden sind.

Der globale Klima-Wandel ist gemäß den Prinzipien der Permakultur ein Fehler im Design.

Es gibt hierbei drei Dinge, die am schlimmsten für die Menschheit sind:

-Umweltverschmutzung

-Waldabrodung

-Verlust fruchtbarer Erde

Was die Waldrodung betrifft, so werden knapp 154 Millionen Hektar an Wald jährlich weltweit zerstört.

Die Wälder sind es jedoch, die entscheident für das Klima und wesentlich für ein gesundes Leben sorgen.

Hierzu schreibt Bill Mollison:

“Auch wenn die Probleme drastisch erscheinen, so sind die Lösungen ungeheuer einfach.”

Wie jedoch sieht der Schritt zu einer Veränderung aus?

Permakultur bietet Lösungen in kleinen Schritten an.

Die Prinzipien können in das momentane System eingebunden werden.

Permakultur wird als nachhaltige Form des Lebens angesehen. Fragen wir uns also: Doch wie wird Nachhaltigkeit definiert?

Die populärste Definition stammt aus dem Jahre 1987, dem Brundtland Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung.

“Nachhaltige Entwicklungen sind solche Entwicklungen, die die gegenwärtigen Bedürfnisse erfüllen, ohne dass die Möglichkeit für zukünftige Generationen verloren geht, dass diese ihre Bedürfnisse erfüllen kann.” (WECD, 1987)

Ein nachhaltiges System produziert mehr, als es benötigt und sogar noch Überschuss.

Doch was machen wir:

Heutzutage leben wir von gespeichertem Sonnenlicht in all seinen verschiedenen Formen.

In den letzten 50 Jahren haben wir das gespeicherte Sonnenlicht der letzten 250 Millionen Jahre verbraucht.

Nachfolgend einige Grundsätze von Permakultur:

-In der Permakultur fangen wir immer mit einem großen Muster an und gehen dann in die Details.

-Man versucht die größte Veränderung mit dem kleinsten Aufwand zu bewirken.

-Die Menschen, die am längsten leben sind diejenigen, die in der Nähe des Ortes leben, an dem ihre Nahrung wächst.

-Wenn alles an Vielfalt verliert, dann ist das das Ende der Welt.

-Nutze  kleine und langsame Veränderungen.

-Fange mit 10% einer Neugestaltung an und gehe dann weiter.

-Nutze und schätze die Vielfalt.

-Ahme nach, wie die Natur Stabilität kreiert.

Warren Brush konnte allen TeilnehmerInnen viele neue Inspirationen mitgeben und wir freuen uns schon darauf, dass er im Jahre 2013 vom 19. Mai bis 2. Juni einen weiteren Kurs abhalten wird.

Weitere Infos unter: www.hof-herrenberg.de

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